Du möchtest also Hund sein

Geschrieben am Saturday, 2002, 16.February. @ 18:18:52 CET von borderline

Vor einigen Tagen chattete ich mich jemandem im Internet, der zu einem menschlichen Hund gemacht werden wollte, um dann für den Rest seines Lebens einem Herrn zu dienen. Er hatte auf einigen Webseiten Anzeigen aufgegeben und wartete nun ungeduldig auf eine Antwort. Der Text, den er mir sandte, war das Übliche: „Soundsoviel Jahre alt, sucht lebenslange Käfighaltung und Behandlung als Hundesklave, wenn möglich 24/7. Nur geringe Erfahrung, aber willig…“ Er wollte wissen, was ich von seiner Anzeige hielt und ob ich Verbesserungsvorschläge hätte, denn bislang hatte er noch keine einzige Antwort erhalten. ich fragte ihn, was „geringe Erfahrung“ bedeuten würde und er sagte, dass er einmal eine Nacht mit einem Master zusammen verbracht hätte, der ihm Halsband und Hundeleine verpasste und ihn dazu brachte auf allen Vieren zu einem Hundenapf zu laufen, aus dem er dann seine eigene Pisse trinken musste. Als ich fragte, wie lange das alles gedauert hätte, sagte er: “ oh, so 20 Minuten von der ganzen Nacht“. “ Aber es war echt cool“, fügte er dann noch hinzu.

Das Ganze ähnelte doch sehr meinen eigenen Anfängen als menschlicher Köter. Über die Jahre hinweg hatte ich andere, wenn auch unregelmäßige Möglichkeiten diese Neigung zu erkunden. Eine Reihe von Ereignissen während der letzten vier Monate brachte mich dazu mich hinzusetzen und darüber nachzudenken, welche Gedanke und Gefühle ich dabei habe, wenn ich meine Hunde-Seite auslebe, und seitdem ich dass getan habe, hat die Sache in meinem Kopf Wurzeln geschlagen. Aber bevor ich Anzeigen aufgeben oder Nachrichten wie „verwandle mich in deinen Köter“ auf Internet-Kontaktseiten hinterlassen wollte, entschied ich, ich müsse mir erst einmal sicher sein, dass ich dies auch wirklich so wollte. ich wollte nicht in irgendeiner Nacht auf der Türschwelle eines Masters/Eigners auftauchen und nach fünf Minuten, fünf Stunden, fünf Tagen oder auch fünf Wochen entdecken müssen, dass das alles nur eine Vorübergehende Leidenschaft gewesen war, oder genauer: das es sich in der Fantasie viel besser machte als im wirklichen Leben. ich wollte wirklich nicht, dass ich eines Tages, nachdem ein Eigner sein Herz und seine Seele in mein Training gelegt hat, aufstehen und mit menschlicher Stimme sagen: “ ich habe mir´s anders überlegt, mach´s gut!“ Da ich Single bin und meine eigene Wohnung habe, von wo aus ich zur Zeit auch arbeite, bin ich sehr flexibel. Deshalb entschloss ich mich dazu, mich selbst in den wichtigsten Grundlagen des Hundelebens zu trainieren und zu sehen, wie sehr ich es denn wirklich mag.

Du möchtest also ein Hund sein?? Nun, es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt um es auszuprobieren! Bis zu diesem wunderbaren Tag, wenn du das erste mal mit deinem zukünftigen Eigner zusammenkommst, solltest du so gut wie möglich herausgefunden haben, wie es ist, und wie sehr du es wirklich willst. Die Sachen, die ich nachfolgend betrachte, habe ich selbst ausprobiert, und mit einigen Kommentaren versehen, bezüglich was wirklich funktioniert und was nicht. Jedes körperliche Training oder eine Sache, in der du dich trainierst, hat auch eine mentale Seite; manchmal ist dieser mentale Aspekt sogar größer als das körperliche Training, weshalb ich versucht habe, auch die mentale Seite dieser Trainingseinheiten zu berücksichtigen.

BUTTPLUGS

„…verpasse mir einen großen Plug, den ich Tag und Nacht tragen muss, zwinge mich dazu einen Hundeschwanz zu tragen, …“ Welche Erfahrung hast du denn mit Buttplugs gemacht? „Oh, ich trage immer einen, wenn ich wichse!“ Ah ja, verstanden……

….ich weis nicht, warum ich gerade damit anfing, aber mir viel eben auf, dass viele menschliche Hunde auf Fotos geplugt sind. Außerdem hatte ich schon einige Buttplugs, darum habe ich einfach mein Training damit begonnen. Und zudem, ja, ich gestehe es… ich mag es geplugt zu sein! ich fing damit an mich nachts zu plugen und versuchte den Plug dann auch noch nach dem Aufwachen solange wie möglich zu tragen. In meinem augenblicklichen Job arbeite ich immer recht lange am PC. Jeden Morgen für fünf Stunden auf einem Buttplug zu sitzen war während der ersten zwei Wochen eine Qual. Mir wurde wortwörtlich der Arsch aufgerissen! Nun genieße ich zwar Schmerz, aber dieser hier war doch eher störend, wenn ich mich daran gewöhnen wollte, längere Zeit geplugt zu bleiben. Außerdem machte er es mir fast unmöglich mich auf meine Arbeit zu konzentrieren. ich änderte meine Arbeitsgewohnheiten, wechselte sitzende mit stehenden Tätigkeiten, und das half. Nach dem ersten Monat wurde es dann immer einfacher, und nun, vier Monate später, bin ich an den meisten Tagen der Woche 18 oder mehr Stunden geplugt. Den besten Rat, den ich geben kann, ist einfach durchzuhalten, und eines magischen Tages gibt das Rektum schließlich auf und passt sich an. Aber es wird weiterhin protestieren!

Außerdem gibt es noch einen interessanten mentalen Effekt: auf vielen Fotos von menschlichen Hunden bemerkt man, dass der Hund irgend einen „Hundeschwanz“ trägt. Diese Schwänze werden in der Regel mit Hilfe eines Plugs im Hintern verankert; wenn du also ein Hundeschwanz haben möchtest, dann ist es das Beste, wenn du dich daran gewöhnst einen Buttplug zu tragen.

Zuerst war es für mich eher eine Sache von SM-Sex einen Plug zu tragen, aber als ich ihn immer öfters trug, veränderte sich auch meine gedankliche Einstellung dazu. Heute ist ein Plug, wenigstens für mich, ein zentraler Teil meines Hundedaseins. Es ist der körperliche Teil meines Ichs, in den der Schwanz befestigt wird. OK, ich habe zwar noch keinen Hundeschwanz gekauft, aber in meinen Bewußtsein habe ich bereits einen. ich kann den Buttplug den ganzen Tag und die ganze Nacht fühlen, er erinnert mich ständig daran, dass ich ein menschlicher Hund bin. Selbst wenn ich im Supermarkt bin, fühle ich mich, als hätte ich einen Hundeschwanz. Gerade das hat mir geholfen die Perioden, in denen mein Rektum meinte, es hätte genug von diesem festen Gegenstand, durchzustehen. ich war fähig gewesen, ein Objekt, welches für mich immer Teil von SM-Spielen gewesen war, zu einem festen Bestandteil meines Hundedaseins zu machen. ich kann es mir jetzt gar nicht mehr vorstellen, keinen Plug mehr zu tragen.

Praktische Betrachtungen… ich schmiere den Buttplug immer mit Gleitmittel ein. Nach einer gewissen Zeit absorbiert mein Körper die Flüssigkeit, egal was ich auch immer verwende, und der Plug wird langsam trocken. Du wirst garantiert merken, wenn das passiert! ich habe herausgefunden, dass es für mich das Beste ist, den Buttplug alle 8-10 Stunden neu einzuschmieren. Nebeneffekt ist natürlich ein stets „fettiger“ Hintern, der in jeder Unterwäsche seine Flecken hinterläßt. ich bevorzuge übrigens Plugs mit länglicher Basis. Plugs, die untenrum rund sind, sind geil und prima, wenn du einen eine mehrstündige BDSM-Session (BDSM = Bondage&SM) lang trägst, aber ich bemerkte, dass sich der Plug mit dem Hintern zusammen bewegt, was einem das Gefühl vermittelt, immer leicht gefickt zu werden. Für eine oder zwei Stunden ist das toll, aber ich kenne nur wenige Leute, die tatsächlich 7 x 24 Stunden lang gefickt werden wollen! ich halte jedenfalls einen Plug mit runder Basis nicht längere Zeit aus. Für das tägliche Tragen verwende ich einen mittelgroßen Buttplug. Es mag zwar lustig sein darüber nachzudenken wie es wäre Tag und Nacht einen Riesenplug im Hintern zu haben, aber ich reserviere mir die Großen für die „Spielzeit“. Eine letzte Anmerkung… es ist einfacher mehrere Stunden hintereinander auf dem Plug zu sitzen, wenn du keine Hosen oder Jeans anhast. ich trage Leder-Chaps.

Mehr Information über „Hundeschwänze“ findest du auf der „Gear“ (Ausrüstung) section dieser Webseite.

HALSBÄNDER

„…leg mir ein schweres enges Hundehalsband um meinen Hals und verschließe oder verlöte es, dann…“ Hast du schon mal ein dickes, schweres, enges Halsband wochenlang Tag und Nacht getragen? „Ähem, nee, aber das wäre total geil!“ Ja, keine Frage, und die ständigen Kopfschmerzen aufgrund des Blutmangels im Hirn sind bestimmt auch ein Leckerli. (hmmm…. vielleicht bin ich doch ein wenig zu grob zu diesem Kerl)

Das hier ist nun ein anderer Aspekt, wo wieder etwas aus dem BDSM-Kontext zu einem Teil des Hundelebens wird. Ein Köter muss nun mal ein Halsband tragen!! Wo sollte denn der Eigner sonst die Hundeleine festmachen?? Auch das war wiederum einfach für mich, denn ich hatte bereits verschiedene Hundehalsbänder (welche Überraschung!). ich trug sowohl ein Ketten-Würgehalsband als auch ein Leder-Hundehalsband. Außerdem habe ich gerade ein verschließbares Kettenhalsband von einem SM-Laden bestellt, dass ich gegen das alte Kettenhalsband austauschen werde, sobald es da ist. ich trage beide so oft wie möglich Zuhause, auch wenn ich schlafe, und ich denke ich habe mich recht gut daran gewöhnt. Tatsächlich vermisse ich schon das Gefühl etwas um meinen Hals zu haben, wenn ich in der Öffentlichkeit bin; es ist schon zu einem wichtigen Teil meines Hundelebens geworden. Während des Winter konnte ich zwar immer die Kette tragen, aber nun im Sommer möchte ich es nicht, da man es nun sieht. Das ist etwas woran ich noch arbeiten muss, es mental verarbeiten muss.

Praktische Überlegungen…. du magst vielleicht lange schon von einem dicken, schweren Lederhalsband, das Tag und Nacht um deinen Hals gelegt ist, geträumt haben, aber je enger und dicker das Halsband desto mehr schränkt es die Bewegungsfreiheit ein. Für eine Bondage-Szene ist das hervorragend, nicht jedoch, wenn du das Haus putzt oder aus dem Hundenapf isst. Für solche Verrichtungen bevorzuge ich weiter geschnittene Halsbänder, sozusagen als Alltags-Ausrüstung; die Hardcore-Halsbänder hebe ich mir für den Sex auf.

Mehr Information über Hundehalsbänder findest du auf der „Gear“-section (Ausrüstungs-Sektion) dieser Webseite.

AUF „ALLEN VIEREN“

„…halt mich 7 x 24 auf allen Vieren, und…“ (Anm. d. Übers.: 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag – die Steigerung wäre dann nur noch: 365 Tage im Jahr…) Und wieviel Zeit hast du schon fortwährend auf allen Vieren verbracht? „Na ein Master hat mich schon mal 20 Minuten lang an der Leine spazieren geführt!“ Oh, natürlich! Na du bist gut, dann schon aufzuhören!

Wenn du schon davon träumst als menschlicher Köter auf Händen und Knien gehalten zu werden, dann willst du es sicher auch mal ausprobieren. Es ist nämlich eine Sache, davon zu fantasieren; du solltest aber auch sicher gehen, dass du es aushältst.

Wie schon gesagt lebe ich zur Zeit alleine und deshalb habe ich viele tägliche Verrichtungen, die ich als menschlicher Zweibeiner erledigen muss. Aber je länger ich das „auf-allen-Vieren-Gehen“ praktiziere, desto häufiger finde ich auch Gelegenheiten dafür. Und je öfter ich es mache, desto mehr realisiere ich meine Hunde-Seite. Das bringt mich wirklich in den mentalen Status eines Hundes! In der Tat!! Vier Monate lang habe ich mich nun darauf trainiert, dass ich sich in dem Moment, in dem ich auf den Boden gehe, mein Bewußtsein verändert.

Praktische Überlegungen…. ich würde gerne „Hundepfoten“ tragen, extra für diesen Zweck hergestellte Lederfausthandschuhe zum Verschließen, die Nutzung der Hände einschränken würden. Aber…. ich bin Single. Meine Überlegungen, wie ich beide Pfoten selbst anziehen könnte, haben leider zu keinem Ergebnis geführt, also warte ich mit dieser Erfahrung, bis ich einen richtigen Eigner gefunden habe. Um wenigstens das gleiche Gefühl zu erreichen, trage ich gefütterte Motorradhandschuhe und halte meine Faust geschlossen. Zuerst gab mir das ziemlich viel zu tun, denn ich musste mich darauf konzentrieren die Hand geschlossen zu halten, da ich sonst schnell dazu neigte, meine Hände normal zu verwenden. Während der letzten Monate habe ich mich aber recht gut trainiert, so dass ich heute meine Hände grundsätzlich geschlossen halte, ohne viel darüber nachzudenken.

Da ich Leder liebe, habe ich beschlossen ein Paar Leder-Chaps zu einem Teil meines Hundeoutfits zu machen. ich habe ein altes Paar Chaps, so an die fünfzehn Jahre alt, bei denen macht es nichts aus, wenn sie an den Knien zerkratzt werden. Auf jeden Fall bieten sie aber einen hervorragenden Knieschutz. ich habe aber auch von Hunden gehört, die Inline-Skater Knieschützer tragen, oder elastische Sport-Kniebandagen (Anm. d. Übers.: Knieprotektoren für Torwarte sind auch sehr praktisch!).

In ein zweigeschossigen Apartment zu wohnen hat sich übrigens als eine ganz besondere Herausforderung erwiesen. Treppen auf allen Vieren zu bewältigen ist ein besonderes Vergnügen, was ich immer wieder gern praktiziere. Meine Hoffnung ist, dass ich eines Tages in der Lage sein werde Treppen, zumindest bis zu einem gewissen Grad, mit Grazie zu überwinden!

HUNDENÄPFE

„…zwinge mich dazu alles aus einem Hundenapf zu trinken und zu essen, mach mich…“ Hier stimme ich mal ganz und gar überein!

Leider ist es in Wirklichkeit aber nicht immer und überall möglich. Wenn dein Eigner freitagsabends zum Essen ausgehen möchte, willst du dann wirklich deine Hundenäpfe mitschleifen?

Alles war ich hier jetzt sagen kann, ist, das es keinen Grund auf der Welt gibt, warum ein Hundeanfänger nicht aus einem Hundenapf trinken könnte. Wenn du auch aus dem Hundenapf fressen möchtest, ist es um so besser. Wie auch das Herumlaufen auf allen Vieren kann das Fressen und Saufen aus dem Hundenapf eine große Motivation sein, sich in den Bewußtseinszustand eines Hundes zu bringen. Selbst wenn ich menschliche, zweibeinige Aktivitäten verrichte, so kann ich doch, wenn ich das Verlangen nach Erfrischung verspüre, mich auf alle Viere herunterlassen und fast sofort wie ein Hund denken. Und, ja, schon richtig, ich denke auch manchmal wie ein Hund, wenn ich auf zwei Beinen bin, aber das wäre dann wohl das Thema für einen anderen Artikel.

Praktische Überlegungen… ich habe nicht viel mit anderen Hunden über das Saufen aus dem Napf gechattet, also musste ich mich der ganzen Sache instinktiv nähern. Da ich keine lange Zunge habe, die ich aufrollen kann, ist es sehr mühselig und vor allem es dauert ziemlich laaaaaaange, bis der Wassernapf aufgeschleckt ist. ich schlürfe daher einfach, und mit der Zeit habe ich auch gelernt dabei leise zu sein. Allerdings weis ich nicht, ob das für einen Eigner/Meister/Trainer akzeptabel wäre; momentan ist es jedoch wohl das Beste so. Aufgepasst… das Ganze endet meist damit, dass das Wasser hinterher von Kinn und eventuell auch der Nase tropft. ich habe seit zwanzig Jahren einen Schnurrbart gehabt und bin kurz davor ihn abzurasieren. Ein den ganzen Tag nässender Schnurrbart macht einfach keinen Spaß! Je nach Konsistenz des Futter im Napf kann ein Schnurrbart sogar ausgesprochen lästig werden! Und ja… ich habe festgestellt, dass es sehr viel Spaß machen kann, Whiskey und Cola-Light aus einem Napf zu saufen. Da ich eine Wohnung über zwei Etagen gemietet habe, steht auf jedem Stockwerk ein Wassernapf.

Übrigens wird es immer eine meiner schönsten Erinnerungen sein, daran zurückzudenken wie ich im Gang im Petco-Markt (Anm. d. Übers.: eine Supermarktkette für alles „rund-um-das-Tier“) stand, vor mir die aberdutzend verschiedenen Arten von Hundenäpfen und wie ich schließlich in einen, von dem ich dachte er könnte mir gefallen, meinen Kopf hineinsteckte um sicherzugehen, dass er auch passt. Ich glaube jeder Hunde sollte mal diese Erfahrung gemacht haben! (Noch eine Anm. d. Übers.: Genauso witzig ist es, im Supermarkt die richtige Größe für das Hundehalsband durch Ausprobieren zu ermitteln…)

HUNDEFUTTER

„ich möchte wie der Köter, der ich bin, behandelt werden; zwing mich dazu ausschließlich Hundefutter zu fressen, dreimal am Tag…!“ Wirklich? Schonmal das Zeug probiert? Kriegst du das überhaupt runter? „Hey, ich sag dir, er hat mich dazu gebracht Pisse aus dem Napf zu saufen!“ Na prima, dann bist du ja soweit, denk ich!

Hier möchte ich aber von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Ich denke andere haben da aber bestimmt erfolgreichere Versuche gestartet.

Erst einmal entschied ich mich dazu Dosenfutter zu kaufen. Dazu studierte ich stundenlang auf petopia.com die verschiedenen Sorten von Futter, ihren Nährwert und Fettgehalt und ihre Zutaten usf. ich wählte eine Marke aus, die mir recht gesund erschien, fuhr zum nächsten Petco-Markt (der für mich den gleichen Bewußtseinsrausch beim Betreten bereit hält wie ein SM-Laden), schnappte mir einen 12er-Pack, kam wieder nach Hause, öffnete eine Dose, klatsche es in meinen Napf und ging auf Hände und Knie runter um zu fressen. Das Futter hatte einen gewissen Geruch, den ich aber nicht als „schlecht“ bezeichnet hätte. „Gute Wahl!“, dachte ich. Also nahm ich meinen ersten Bissen und sofort wurde mir klar, dass Geschmack und Geruch zwei sehr entgegensätzliche Sinne sind, wenn es um Hundefutter geht. Nicht nur dass ich den Geschmack extrem scheußlich fand, auch die Konsistenz gefiel mir ganz und gar nicht. ich musste erst einmal fünf Minuten kauen, bevor ich den Bissen schließlich schlucken konnte. Und je länger ich kaute, desto schlimmer wurde es. ich kann ein sehr bestimmter Köter sein, wenn ich nur will, und das hier wollte ich. Es endete damit, dass ich Mundvoll drei mit der Hilfe von Poppers zu mir nahm (das wurde mir mal so empfohlen!), und bei Mundvoll fünf eine unfreiwillige Maulsperre entwickelte, die sich schnell zu einem ausgewachsenen Würgereiz ausweitete. Davon nicht abgeschreckt versuchte ich es am nächsten Tag wieder. Nun waren nur noch zwei Bissen notwendig, um die gleichen Effekte hervorzurufen.

Mehrere Wochen lang verursachte alles, was auch nur annähernd ähnlich roch, ein mulmiges Gefühl im Magen; ich spürte wieder diese seltsame Maulsperre und schmeckte das Futter, als wenn ich es gerade im Mund hätte. Der Höhepunkt davon war ein peinlicher Vorfall: Ein Freund von mir hatte meine Golfschläger überarbeitet und ich holte sie mir zur Mittagszeit bei seiner Arbeitsstelle ab. Er ist in einer Getreide verarbeitenden Fabrik tätig. Als ich neben seinem Wagen parkte, kam er zur Tür meines Lasters. Als ich dann ausstieg, verursachte der Geruch der Getreidefabrik bei mir das gleiche Geruchserlebnis wie das Hundefutter. Innerhalb von Sekunden spie ich mein Mittagessen über den ganzen Parkplatz. Er stand da, starrte mich an und auf den wachsenden Haufen an Erbrochenem und alles, an das ich während des Würgens denken konnte, war: „oh mein Gott, hoffentlich merkt er nicht, dass das Hundetrockenfutter ist!“ Als ich fertig war schaute ich ihn an und sagte: „bekomme wohl eine Grippe“. Heute kann ich immerhin wieder Hundefutterdosen ansehen und mir wird nicht schlecht; also nehme ich an, dass ich mich erholt habe. Nichtsdestotrotz vermeide ich nun vorsichtshalber den Gang mit dem Dosenfutter bei Petco.

Da ich nun einmal dickköpfig bin, entschied ich mich dazu es mit Trockenfutter zu versuchen. Nach einigen weiteren Online-Recherchen und einer Stunde im Petco, in der ich jede Tüte Hundefutter betastete um dadurch Größe und Härte der Brocken festzustellen, entschied ich mich für ein paar Sorten, die ich in der „Care“ Sektion dieser Webseite aufgelistet habe.

Ich fresse mein Frühstück und das Mittagessen aus dem Hundenapf, das Abendessen manchmal ja und manchmal nein (OK, meistens nein). Die Mittagsmahlzeit besteht oft aus Hundetrockenfutter, aber die meisten anderen meiner Mahlzeiten sind „Menschenfutter“. Nach einer erfolgreichen „Hol“-Übung genieße ich gerne Würstchen als Leckerli! Wenn du Hundefutter probierst, dann stell auf jeden Fall einen vollen Wassernapf daneben!

SACKDEHNER

„…dehn´ meinen Sack und laß genauso lang werden, wie den eines Hundes, dann nimm…“ Häh???

Irgendwie muss ich diesen Punkt verpasst haben, als ich im Internet nach Informationen über menschliche Köter gesucht habe. Aber nach einigem Nachdenken ist es eigentlich ganz logisch. Ein Rüde hat halt sehr exponierte Genitalien und ist sich deshalb seiner Sexualität stets bewusst. ich möchte das Thema hier nun nicht zu sehr vertiefen, aber ich hatte ziemlich schnell meine Eier durch den Sackdehner gezogen, um das mal selber auszuprobieren.

Und es funktioniert! Und wie! Wenn ich auf Händen und Knien bin führt jede Bewegung dazu, dass die eingeschlossenen Genitalien gegen die Beine reiben und damit den Hund sich auf heftigste seiner Männlichkeit bewusst werden lassen. Schaue ich in den Spiegel, dann finde ich auch, dass es mir ein hündischeres Auftreten verleiht. ich brauche wohl nicht zu betonen, dass ich nun den größten Teil der Zeit am Tag einen trage.

Praktische Überlegungen… Wie oben bereits erwähnt, trage ich im „Hundemodus“ normalerweise Chaps. Das ist hervorragend, wenn da nicht der innenseitige Reißverschluss wäre, an dem nun mein gedehnter Sack ständig reibt. Also muss ich wohl neue Chaps in Betracht ziehen. Naja, ich bräuchte sowieso ein neues Paar, also habe ich sie auf meine Einkaufsliste gesetzt. Für SM-Spiele hat die Lage des Reißverschlusses sicher ein paar Vorteile.

ich habe auch einige CBT-Spielzeuge auf dieselbe Einkaufsliste geschrieben (Anm. d. Übers.: CBT = CockBallTorture = Sack-Schwanz-Folter). Je nachdem, wie lange du so etwas am Tag tragen möchtest, kann es den Sack schon ziemlich reizen. Das ist in einer BDSM-Szene sicherlich antörnend, aber etwas schlecht sitzendes, was dir die Eier abquetscht, sechs Stunden lang zu tragen, ist eine ganz andere Geschichte. ich bin schon schmerzgeil, aber wenn ich sehe, wie die Adern in meinem Sack anschwellen und er sich langsam aber sicher blaurot färbt, dann ist das zumindest für mich ein klares Zeichen, dass ich ein passenderes Teil brauche.

Schau einfach mal bei deinem örtlichen Lederlader, auf Internetseiten oder in einem Versandkatalog nach mehr Informationen über die ganzen CBT-Spielzeuge, von Sack-Schwanz-Harnessen bis hin zu Sackgewichten. Siehe auch die „Gear“ Sektion dieser Webseite für Hinweise.

HUNDEKÄFIGE

„…steck mich stundenlang in einen Käfig wie ein Tier, und laß mich gefesselt auf dem kalten Stahlboden schlafen, während du…“ An diesem Punkt angekommen bekam ich die gleichen Rückenschmerzen, die auch den Inseraten im Falle der realen Durchführung seiner Fantasien erwarten würden, was ein guter Anreiz ist, diese Sache zu kommentieren.

Zwischen menschlichen und biologischen Hunden gibt es nun einmal ein paar physiologische Unterschiede. ich möchte hier nicht in die grauslichen Detail gehen, aber ich habe doch ernsthafte Zweifel, dass irgendeiner der Lieblinge der Familie es wirklich genießt auf einem kalten Stahlfußboden zu schlafen. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass gerade in diesem Moment irgendwo auf der Welt eine ganze Reihe von menschlichen Sklaven tatsächlich in Käfigen schläft. Die physiologischen Bedürfnisse von menschlichen Hunden sind jedoch grundlegend anders und deshalb haben sie auch andere Schlaferfordernisse, um Langzeitschäden zu vermeiden.

Ja, ich war vergangene Woche bei Petco, und ja, ich habe mir einen sehr schönen Hundekäfig gekauft. ich hab die letzte Woche in ihm geschlafen, und ich denke, dass ich noch etwas länger brauche, bevor ich etwas zu dem Thema abschließend sagen kann. Für Selbstfesselungen ist ein Käfig jedenfalls hervorragend geeignet!

Auf dem Käfigboden habe ich ein Schmusedecke (Anm. d. Übers.: echt! das ist die wörtliche Übersetzung, grins) und ich nehme ein Kissen. Denjenigen Lesern, die nun darüber entrüstet sind, dass ich Kreatur mir solchen Komfort gönne, möchte ich sagen, dass (a) ich mich nicht für ein wertloses Stück Dreck halte, das nicht besseres als den Plastikboden eines Hundekäfigs verdient, und dass (b) ich immer ausgeruht sein muss, um meinen Tätigkeiten als zweibeiniger Mensch nachgehen zu können, damit ich das Geld verdienen kann, welches es mir ermöglicht, noch mehr Hundespielzeug zu kaufen. Mehrmals am Tag ein Nickerchen einzulegen um die schlaflosen Nächte auszugleichen ist keine wirkliche Alternative. Wenn ich jedoch mal mehr Zeit habe, werde ich es sicher ausprobieren; dann schreibe ich ein Update über meine Erfahrungen.

In Wirklichkeit schlief jeder der Hundelieblinge meiner Familie mit uns im Bett. Aber wenn ein zukünftiger Eigner sagt, dass sein menschlicher Köter im Käfig zu schlafen hat, weis ich wenigstens, was mich erwartet.

Siehe auch die „Gear“ Sektion auf dieser Webseite für mehr Informationen über Hundekäfige.

KEUSCHHEIT

„…laß mich wochen- oder monatelang warten, bevor du mir erlaubst abzuspritzen, und…“.

ich frage mich wirklich wie viele Leute, die darum betteln keusch gehalten zu werden, das schon mal gemacht haben. ich fing damit ein wenig früher an, noch bevor ich mich ernsthaft tiefer mit Hundetraining beschäftigte. Da ich Zuhause arbeite, entwickelte ich die schlechte Angewohnheit jeden Tag zu wichsen, meist noch vor Mittag. Das bedeutete, dass ich dann alle Lebenskräfte meines Körpers erst einmal los war, und meine Motivation und Energie nachmittags völlig absackten. OK, also erlaubte ich mir nur noch im Bett einen runter zu holen. Das wäre bestimmt auch gut so gewesen, wenn ich nicht am nächsten Tag gleich wieder geil geworden wäre. Bis zum Mittag hatte ich dann wieder abgespritzt, also nun gleich zweimal am Tag. Solch ein Vermögen beeindruckt natürlich jeden zukünftigen Eigner!

Aber wie oft wird es denn einem Rüden gestattet, einen Orgasmus zu haben? Wann hast du das letzte Mal gesehen, dass ein Hund seine Pfote nahm und sich einen runtergeholt hat? Und in Bezug auf mich: je länger ich zwischen dem Abspritzen warten muss, desto besser bin ich sowohl auch menschlicher Köter als auch ganz allgemein als Person. Zur Zeit lege ich bis zum nächsten Abspritzen sechs Tage Pause ein. In den Tagen dazwischen produziert mein Körper literweise Vorlauf, ich spare Energie, und ich werde total geil, was mich nur noch mehr motiviert, mein Selbsttraining fortzusetzen.

WEITERE THEMEN

ich plane auch andere Sachen auszuprobieren, sobald es mir die Zeit erlaubt; dann werde ich diesen Text gelegentlich auf den neuesten Stand bringen. Wenn du Vorschläge dazu hast, laß es mich wissen!

ZUSAMMENFASSUNG

Fantasie ist eine tolle Sache. Fantasie beflügelt unsere sexuellen Wünsche. Die Fantasie erlaubt es uns kostenlos Dinge zu genießen, die wir im realen Leben vielleicht nie kennenlernen werden. Trotzdem werde ich keineswegs Stunde um Stunde nach dem „perfekten“ Kötereigner suchen, um dann festzustellen, dass die Fantasie die Realität weit übertrifft. Noch möchte ich in Seine Eingangstür treten und bei Lektion Nr. 1 anfangen. Wie für die meisten zukünftigen Köter ist auch für mich 7 x 24 eine großartige Fantasie. Aber für mich gibt es keine Möglichkeit, dass sie jemals Realität wird.

Diese vier Monate, in denen ich immer mehr Hundebenimm in mein menschliches Leben integriert habe, haben mir gezeigt, dass es viel mehr ausmacht ein Hund zu sein, als ich es zuvor erwartet hätte. Es hat meine Erwartungen weit übertroffen und Dinge in mir geweckt, die ich nicht erwartet hätte. Es hat mir gezeigt, dass ich wirklich einen Herrn/Eigner/Trainer haben und einen Teil des Tages als Hund leben möchte. Hoffentlich kann dieses Selbsttraining eine Möglichkeit sein, um der Hund für Ihn zu sein, den Er haben möchte. Vielleicht wird er nicht an meinen „Hausaufgaben“ interessiert sein, aber immerhin weis ich nun, dass ich, wenn ich später einmal auf eine Anzeige oder einen Brief antworte, fähig sein werde klar, erfahren, und vor allem realistisch darzulegen, was ich in einer Herr/Eigner/Trainer-Hunde-Beziehung suche.

Die Fantasie lässt uns vor dem Einschlafen abspritzen. Die 7 x 24 sind aber REALITÄT. ich finde es ist extrem wichtig diesen Unterschied zu erkennen, bevor man irgendeine Beziehung eingeht. Nein, es ist nicht nur extrem wichtig, es ist vielmehr die Voraussetzung! Ein absolutes Muss! Jede Beziehung, gleich ob Eigner/Hund, schwules Paar, oder Meister/sklave wird mit hoher Wahrscheinlichkeit scheitern, wenn sie auf reiner Fantasie aufgebaut ist. Und gerade in einer Eigner/Herr-Hund-Beziehung wird von beiden Seiten viel Zeit investiert, deshalb sollte man, wenn man nicht viel seiner wertvollen Lebenszeit verschwenden möchte, mit realistischen Erwartungen in eine solche Verpflichtung hinein gehen. Nun…. genug gepredigt!

Du willst also ein menschlicher Hund sein? Dann probiere doch eine oder mehrere der erwähnten Dinge einfach mal aus, um zu sehn, ob es das richtige für dich ist. Und viel Glück beim Erkunden deiner Hundeseele! ich selbst werde jedenfalls nie mehr der gleiche sein, der ich vorher war; und ich meine das im positivsten Sinne.

© Prollboss@gmx.net, 2002, 16. July

 

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